Das Nexstaa-Team:  Andy Kraus (l.) und Stefanie Günther (r).

Nexstaa: Vom Ohrwurm zum nächsten Star

Er liebt Musik. Vielleicht nicht die von David Guetta, von Mark Foster…

Er liebt Musik. Vielleicht nicht die von David Guetta, von Mark Foster oder Calvin Harris. Andy Kraus, Informatik-Student an der Technischen Hochschule, 25 Jahre alt, hört Musik fernab des Mainstreams. Wie ihm geht es vielen Studierenden an seiner Hochschule. Deshalb kam ihm 2014 auch die Idee, ein digitales Unternehmen daraus entstehen zu lassen. Ein musisches Social Network. Denn so wie er, hatten seine Kommilitonen Probleme, die geliebte, aber unbekannte Musik über das Internet zu finden.

„Also habe ich mich zunächst an das Gründerzentrum der THB gewendet“, erinnert sich der Student im 8. Semester.

Zunächst wollen sich zwei Kommilitonen am Projekt beteiligen, springen jedoch ab, da sie den Studienort wechseln. Hinzu kommt im Sommer 2015 die BWL-Studentin Stefanie Günther (28). Seitdem entwickeln beide die Idee eines sozialen Musiker-Netzwerkes weiter. Während der Vorbereitung auf einen Businessplanwettbewerb, anfang dieses Jahres, kommt ihnen die fixe Idee, das Social Network „Nexstaa“ zu nennen. „Die Idee war eigentlich im Spaß entstanden, als wir mit verschiedenen Worten herumspielten. Nächster Star – Next Star – Nexstaa“, erinnert sich Kraus.

Mit „Nexstaa“ wollen sie vor allem kleine Musiker in ihrer Karriere ankurbeln. Sie sollen dort die Chance haben, sich selbst zu vermarkten. Die Online-Plattform fungiert dabei ähnlich wie ein Musik-Label, „nur eben ohne Verträge.“, erklärt Kraus.

Einige Label-Funktionen wollen die Studierenden dennoch übernehmen. „Wir wollen den Künstlern vor allem die Chance geben, ihre Musik an ihre Fans zu bringen, quasi eine Infrastruktur schaffen“, so Andy Kraus. „Auf der Plattform werden später auch Veranstalter sein, die sich direkt an die Musiker wenden können und andersherum“, erklärt der Informatik-Student weiter. Die Künstler sollen zudem durch Kooperationsverträge, vergünstigte Tonstudiopreise bekommen. Diese Kooperationsverträge wollen Andy Kraus und Stefanie Günther in ganz Deutschland abschließen.