Der Wurf ins kalte Wasser

Gastbeitrag von Sylvia Fröhlich aus dem Fachbereich Informatik und Medien

 

Gerade erst frisch an der THB angekommen und schon ging es „ab ins kalte Wasser“ für die Erstsemester aller Bachelor-Informatikstudiengänge. Kennenlernen, erste Aufgabenstellungen bearbeiten, Teamwork, Präsentationstechniken, sich möglichst schnell in den Studienalltag einfinden – all das stand gleich die ersten Wochen auf ihrem Stundenplan. Bereits Ende November wurden im Audimax die Projektergebnisse vorgestellt. Dabei ging es um verschiedenste Themenstellungen der Informatik, Medien und Medizininformatik:


Aus dem Bereich der technischen Informatik kamen Projektideen rund um das Arduino-Board, mit denen sich Studierende bei Prof. Jänicke und Herrn Mrkor auseinandersetzten. Entstanden ist hier nach der Einarbeitung in die Biometrische Datenerfassung und die Robotersteuerung ein toller Lügendetektor, der sogar einem spontanen Test auf der Bühne standhielt. Mit diesem Schauspiel holten sich die Studierenden nach dem Jury- und Publikumsvoting den Siegertitel 2016.

Zwei Teams aus der Medizininformatik holten sich Platz 2 und 3: Die Zweitplatzierten untersuchten im Projekt „Clean Hands“ Möglichkeiten, die Menschen beim Händedesinfizieren zu motivieren – und zwar mittels ablaufender Animation an der Desinfektionsstation. Unter Verwendung von Mini-PC „Raspberry Pi“, der in Python programmiert wurde, konnten diverse Sensoren angesteuert werden.

Die Drittplatzierten „Patientenaufklärung“ um Prof. Beck besuchten im Klinikum Brandenburg eine Prostata-Tumor-OP von Prof. Enzmann und untersuchten dieses Prozessbeispiel auf mögliche Verbesserungen in der Software „Signavio“. Die gute visuelle Darstellung gefiel dem Publikum, auch wenn der eine oder andere Mann schmerzhaft das Gesicht verzog.

Die Projektgruppe 2.5D-Animation und Projektion um Prof. Hasche erklärte die Möglichkeiten, die Digedags aus den alten Comic-Heften (2D) wieder lebendig werden zu lassen – mittels Grafikbearbeitungs- und Animationsprogrammen wie Photoshop, Maya, Houdini sowie Motion Capture System. Freuen Sie sich schon jetzt auf eine Kostprobe an den Wänden des Audimax während der THB-Weihnachtsfeier 2016.

Eine weitere Gruppe gestaltete gemeinsam mit Prof. Urban die Poster für die anschließend stattfindende „Nikomatik“-Feier. Sie arbeiteten u.a. mit Photoshop und Illustrator, andere übten sich in der Green-Screen-Nutzung oder der kreativen Gestaltung eines FBI-Rucksack-Motives, das sich übrigens gegen 7 andere Entwürfe durchgesetzt hat und inzwischen bereits in Druck gegangen ist.

Das Team „Elektronischer Würfel“ um Prof. Kell überzeugte mit dem Bau eines Würfels, der elektronisch gesteuert wird. Ziel war der Entwurf einer Schaltung. Das Team erklärte die Funktionsweise der implementierten Bauteile (Dekoder, BCD-Zähler, Taktgebers, Stopp-Schalter,…) sehr anschaulich.

Die Gruppe „Kivy“ um Prof. Preuss zeigte gleich drei entwickelte Cross-Plattform-Apps: eine zum Memory-Spielen, welche vom Publikum gleich getestet werden konnte, eine zweite ähnlich wie Snapchat und eine dritte „Tutormaster“ als Unterstützung für die Mathematikvorlesung. Programmiert wurden diese in der Programmiersprache „Python“ unter Hilfestellung von „Kivy“- einer Klassenbibliothek für die plattformübergreifende Programmierung grafischer Benutzeroberflächen.

Das Team „Panoramafotografie“ beschäftigte sich gemeinsam mit Prof. Kim mit der Fotografie von 360°-Fotos mit aufwendiger Aufnahme in 360 °, 3 Ebenen und jeweils 3 Belichtungsstufen (HDR). Später wurde aus all diesen Aufnahmen ein Bild errechnet. Zusätzlich wurde an dem Projekt „virtueller Campus-Rundgang“ weitergearbeitet, das bald auch über unsere FHB-Internet-Seite zugänglich sein wird. Dann können Interessierte verschiedene Gebäude und Räume der FHB virtuell in 360° begehen oder den Campus aus der Vogelperspektive betrachten.

Die nächste vortragende Gruppe kam aus der Medizininformatik. Prof. Loose´s Team beschäftigte sich damit, verschiedene Aktivitäten mittels Smartphone zu erfassen und die Parameter über eine eigens entwickelte App anzuzeigen.

Die Gruppe „Computerspiele“ arbeitete gemeinsam mit Prof. Syrjakow die Entwicklung von Computerspielen heraus – vorallem im Shooting-Bereich (z.B. Doom). Unter anderem ging es hier auf der Bühne auch um den Test ihres Mentors, in ihrem eigens dafür programmierten Spiel zu bestehen.

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